Warum das Programm Agenturen zählt und nicht Kunden
Fast jedes Affiliate-Programm zählt geworbene Kunden. Dieses zählt Agenturen, und daran erkennst du sofort, wie es skaliert. Wer zwei Bekannte weiterempfiehlt, verdient ab dem ersten Monat mit, bleibt aber auf der ersten Stufe. Wer Zugang zu mehreren Agenturinhabern hat, steigt in Sätze auf, die mit jedem Account mehr bringen. Beides funktioniert, es ist nur eine andere Größenordnung.
Das ist keine Feinheit im Kleingedruckten, sondern die zentrale Aussage des Modells: Der Provisionssatz richtet sich nach der Zahl deiner aktiven Agenturen, nicht nach dem Umsatz, nicht nach der Zahl der Creator, nicht nach dem Zeitpunkt deines Einstiegs.
Der zweite Punkt, der selten offen gesagt wird: Es gibt keinen Rabatt mehr für die Person, die du wirbst. Früher bekam sie 5 % dauerhaft, heute nicht mehr. Du verkaufst also nicht über einen Preisvorteil, sondern über das Produkt, und das ist ehrlicher, weil es dich zwingt, nur Agenturen anzusprechen, denen das Tool tatsächlich hilft.
Die drei Stufen, ausgerechnet statt versprochen
Abgerechnet wird pro Account und Plattform. Ein Account ist ein Creator auf einer Plattform, derselbe Creator auf Maloum und auf 4Based sind also zwei Accounts, und du wirst für beide bezahlt. Ein Account kostet 45 € im Monat, davon bekommst du je nach Stufe:
- 15 % von dem, was jede aktive Agentur zahlt
- Live-Zahlen im Dashboard
- Banner und Media-Kit
- Jeden Monat ausgezahlt
- 20 % von dem, was jede aktive Agentur zahlt
- Live-Zahlen im Dashboard
- Banner und Media-Kit
- Jeden Monat ausgezahlt
- 30 % von dem, was jede aktive Agentur zahlt
- Live-Zahlen im Dashboard
- Banner und Media-Kit
- Jeden Monat ausgezahlt
Die Provision fällt pro Account und Plattform an. Maloum und 4Based laufen bereits, OnlyFans, MYM, Fansly und Fanvue sind angekündigt. Eine Agentur mit 10 Creatorn auf drei Plattformen sind 30 Accounts, und damit dreimal so viel Provision wie dieselbe Agentur auf nur einer.
Wichtig und oft überlesen: Die Stufe ist dynamisch. Sie bildet immer ab, wie viele Agenturen gerade aktiv sind. Fällst du von fünf auf vier, rutschst du von 20 % zurück auf 15 %. Erreichst du wieder fünfzehn, stehst du wieder bei 30 %. Das bedeutet praktisch: Bestandspflege ist genauso wertvoll wie Neuakquise, weil eine abspringende Agentur nicht nur ihre eigene Provision mitnimmt, sondern unter Umständen den Satz für alle anderen senkt.
An der Schwelle wird das besonders deutlich. Wer bei fünf Agenturen steht und eine verliert, verliert nicht ein Fünftel seiner Provision, sondern zusätzlich ein Viertel des Satzes auf alle verbleibenden. Genau deshalb lohnt es sich, knapp über einer Schwelle zu bleiben statt knapp darunter.
Der Multiplikator, den die meisten übersehen
Bis hierhin klingt es nach einer einfachen Rechnung: Agenturen mal Creator mal Satz. Es fehlt aber eine Größe, die den Unterschied zwischen Nebenverdienst und echtem Einkommen macht.
Abgerechnet wird nämlich pro Account, nicht pro Creator. Ein Account ist ein Creator auf einer Plattform. Betreut eine Agentur denselben Creator auf Maloum und auf 4Based, zählt das doppelt. Die vollständige Rechnung lautet also:
Agenturen × Creator je Agentur × genutzte Plattformen × 45 € × Stufensatz
Was das ausmacht, zeigt sich am besten bei identischer Leistung des Partners. Fünfzehn geworbene Agenturen mit je zehn Creatorn, Gold-Stufe:
- 1 Plattform, 150 Accounts, 6.750 € Umsatz: 2.025 € im Monat
- 2 Plattformen, 300 Accounts, 13.500 € Umsatz: 4.050 € im Monat
- 3 Plattformen, 450 Accounts, 20.250 € Umsatz: 6.075 € im Monat
Der Partner hat dafür nichts zusätzlich getan. Seine Provision steigt, weil seine bestehenden Agenturen breiter arbeiten. Neben Maloum und 4Based, die bereits laufen, sind OnlyFans, MYM, Fansly und Fanvue angekündigt, jede davon multipliziert die Provisionsbasis derselben Agentur ein weiteres Mal. Das ist kein theoretisches Szenario, sondern die eingebaute Entwicklung des Programms.
Daraus folgt eine unbequeme, aber nützliche Erkenntnis: Eine kleine Agentur, die auf drei Plattformen arbeitet, ist für dich mehr wert als eine doppelt so große, die nur auf einer läuft.
Einmal werben, monatlich beteiligt bleiben.
Eigener Promo-Code, Live-Zahlen im Dashboard und monatliche Auszahlung, jeden Monat nachvollziehbar abgerechnet.
- 15 %, 20 % oder 30 % je nach aktiven Agenturen
- Lifetime, solange die Agentur zahlt
- Banner und Media-Kit inklusive
Wer realistisch welche Stufe erreicht
Weil die Stufe an der Zahl der Agenturen hängt, kommt es weniger auf Reichweite an als auf Nähe zu Leuten, die selbst Creator betreuen. Fünf Gruppen bringen diese Nähe mit, jede auf ihre Art:
Agenturinhaber
Die Szene ist kleiner, als sie wirkt, und man kennt sich. Eine Empfehlung unter Kollegen wiegt schwer, weil sie von jemandem kommt, der dieselben Probleme hat. Realistisch sind fünf bis zehn Agenturen, also Silber, und das ohne einen einzigen Werbepost.
Chatter und ehemalige Chatter
Die unterschätzte Gruppe. Wer drei Jahre in der Branche ist, hat für vier bis sechs Agenturen gearbeitet und kennt die Inhaber persönlich. Dazu kommt Glaubwürdigkeit: Ein Chatter, der sagt, womit er lieber arbeitet, hat ein Argument, das kein Werbebanner ersetzt.
Creator und Models
Wer die Agentur gewechselt hat, kennt mehrere Inhaber, und hat das stärkste Argument überhaupt: Ein Creator, der sagt, dass die Betreuung in einem bestimmten Setup spürbar besser lief, spricht über das Ergebnis statt über das Werkzeug. Das überzeugt oft schneller als jede Demo. Typisch sind Bronze bis Silber, und weil Creator meist gut vernetzt sind, wächst das über die Zeit fast von allein.
Coaches und Berater
Die Gruppe mit dem höchsten Potenzial. Wer Agentur-Gründer ausbildet, hat mit jedem Kursdurchlauf neue Kandidaten, und empfiehlt ohnehin ein Setup. Hier ist Gold erreichbar, weil sich die Zahl der Agenturen mit jedem Jahrgang erhöht statt gleich zu bleiben.
Recruiter und Dienstleister
Wer Chatter vermittelt, Content produziert oder Agenturen anderweitig zuarbeitet, hat Agenturen als Kundenstamm. Die Empfehlung passt hier in einen bestehenden Geschäftsvorgang, statt ein zusätzlicher Verkauf zu sein. Ebenfalls Gold-Kandidat.
Der auffälligste Befund daran: Die Gruppen, die realistisch Gold erreichen, sind nicht die Agenturen selbst, sondern die, die Agenturen als Kundschaft haben.
Was funktioniert und was nicht
Ein Promo-Code in der Bio bringt in dieser Branche praktisch nichts. Agenturinhaber entscheiden sich nicht über einen Link, sondern über ein Gespräch. Was in der Praxis trägt:
- Zeigen statt beschreiben. Ein geteilter Bildschirm mit den eigenen Zahlen überzeugt schneller als jede Funktionsliste. Wenn du selbst mit dem Tool arbeitest, ist das dein stärkstes Argument.
- Am konkreten Problem ansetzen. Wer gerade den dritten Account aufmacht und den Überblick verliert, hört zu. Wer zufrieden mit zwei Accounts arbeitet, nicht.
- Bestandsagenturen betreuen. Weil die Stufe dynamisch ist, ist eine gehaltene Agentur genauso viel wert wie eine neue. Nachfragen, ob es läuft, ist billiger als nachwerben.
- Auf Plattformbreite achten. Eine Agentur, die einen zweiten Kanal aufmacht, verdoppelt deine Provision aus dieser Beziehung. Der Hinweis kostet dich eine Nachricht.
Was dagegen nicht funktioniert, ist der Versuch, das Programm wie ein klassisches Affiliate-Angebot zu behandeln. Es gibt keinen Rabatt, den du weitergeben kannst, und keine Zielgruppe, die per Zufall vorbeikommt. Es funktioniert über Menschen, die du ohnehin kennst.
Ein kleines Netzwerk bringt kleinere, aber verlässliche Beträge: Zwei geworbene Kunden mit je fünf Creatorn auf zwei Plattformen sind 20 Accounts, also 135 € im Monat oder 1.620 € im Jahr, jeden Monat, ohne weiteren Aufwand. Vier Kunden mit je zehn Creatorn auf drei Plattformen sind bereits 810 € im Monat. Der Betrag wächst mit jeder Agentur und mit jeder Plattform, die sie zusätzlich nutzt.
Häufige Fragen
Wie viel Provision bekomme ich?
15 %, 20 % oder 30 % des Umsatzes, den deine geworbenen Agenturen zahlen. Bei 45 € je Account und Monat sind das 6,75 €, 9,00 € oder 13,50 € pro Account. Die Provision läuft weiter, solange die Agentur zahlt.
Wonach richtet sich meine Stufe?
Ausschließlich nach der Zahl deiner aktiven Agenturen: 0 bis 4 ergeben Bronze mit 15 %, 5 bis 14 ergeben Silber mit 20 %, ab 15 gilt Gold mit 30 %. Weder Umsatzhöhe noch Einstiegszeitpunkt spielen eine Rolle.
Kann ich eine Stufe wieder verlieren?
Ja. Die Stufe ist dynamisch und bildet immer den aktuellen Stand ab. Kündigt eine von fünf Agenturen, fällst du von 20 % zurück auf 15 %. Kommst du wieder auf fünfzehn aktive Agenturen, gelten wieder 30 %. Deshalb zählt Bestandspflege genauso wie Neuakquise.
Zählt ein Creator auf zwei Plattformen doppelt?
Ja. Abgerechnet wird pro Account, und ein Account ist ein Creator auf einer Plattform. Betreut eine Agentur denselben Creator auf Maloum und auf 4Based, sind das zwei Accounts, und damit die doppelte Provisionsbasis.
Bekommt die geworbene Agentur einen Rabatt?
Nein. Der frühere Dauerrabatt von 5 % für Geworbene ist entfallen. Du wirbst also über das Produkt, nicht über einen Preisvorteil.
Lohnt sich das auch mit einem kleinen Netzwerk?
Ja, nur in kleinerem Rahmen. Zwei geworbene Kunden mit je fünf Creatorn auf zwei Plattformen ergeben 135 € im Monat, die jeden Monat wiederkommen. Die höheren Stufen erreichst du damit nicht, aber die Provision läuft genauso lange weiter wie bei allen anderen. Und da jede zusätzlich genutzte Plattform die Basis erhöht, wächst der Betrag auch ohne neue Empfehlungen.